Seitenatelier – Raphael Schoeberle, Oberletzen 27, 6600 Pflach, Österreich
Kleinunternehmer gemäß § 6 Abs. 1 Z 27 UStG (umsatzsteuerbefreit) ·
E-Mail: info@seitenatelier.at ·
Web: seitenatelier.at
Stand: Juli 2026
1.1 Diese AGB gelten für alle Verträge, Leistungen und Angebote zwischen Seitenatelier (im Folgenden „Auftragnehmer") und dem Kunden (im Folgenden „Auftraggeber") in den Bereichen Webdesign, Webentwicklung, Branding sowie damit verbundener Leistungen.
1.2 Es gilt die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gültige Fassung dieser AGB.
1.3 Diese AGB richten sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 1 UGB. Geschäfte mit Verbrauchern im Sinne des KSchG sind nicht Gegenstand dieser AGB (dafür wären u. a. eine Widerrufsbelehrung und weitere zwingende Bestimmungen erforderlich).
1.4 Abweichende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Auftraggebers werden nur wirksam, wenn sie vom Auftragnehmer ausdrücklich schriftlich anerkannt werden.
2.1 Gegenstand des Vertrags ist die im jeweiligen Angebot bzw. Auftrag konkret beschriebene Leistung (z. B. Konzeption, Gestaltung und Umsetzung von Websites, Corporate Design, Logo- und Markenentwicklung).
2.2 Maßgeblich für Art und Umfang der Leistung ist ausschließlich das schriftliche Angebot bzw. die Auftragsbestätigung. Nicht ausdrücklich genannte Leistungen sind nicht geschuldet.
2.3 Der Auftragnehmer erbringt gestalterische und technische Leistungen. Eine Rechts-, Steuer- oder Unternehmensberatung ist nicht Vertragsgegenstand.
3.1 Angebote und Kostenvoranschläge sind freibleibend, sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlich bezeichnet werden.
3.2 Der Vertrag kommt durch schriftliche Auftragsbestätigung des Auftragnehmers oder durch Beginn der Leistungserbringung zustande.
4.1 Der Auftraggeber stellt alle für die Leistungserbringung erforderlichen Inhalte (Texte, Bilder, Logos, Grafiken, Zugangsdaten etc.) rechtzeitig, vollständig und in geeigneter Form bereit.
4.2 Der Auftraggeber benennt eine erreichbare, entscheidungsbefugte Ansprechperson und erteilt Freigaben sowie Feedback zeitnah.
4.3 Verzögert sich die Mitwirkung, verlängern sich vereinbarte Termine entsprechend; dadurch entstehende Mehraufwände können gesondert verrechnet werden.
5.1 Der Auftraggeber versichert, dass er an allen von ihm bereitgestellten Inhalten (insbesondere Texten, Bildern, Logos, Schriften, Videos) die erforderlichen Urheber-, Nutzungs-, Marken- und sonstigen Rechte besitzt.
5.2 Der Auftraggeber hält den Auftragnehmer von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die aus der Nutzung der von ihm bereitgestellten Inhalte oder aus rechtswidrigen Inhalten resultieren, und ersetzt die daraus entstehenden Kosten einschließlich angemessener Rechtsverfolgungskosten.
6.1 Alle vom Auftragnehmer erstellten Werke (Entwürfe, Designs, Layouts, Grafiken, Quellcode) sind urheberrechtlich geschützt; das Urheberrecht verbleibt beim Auftragnehmer.
6.2 Der Auftraggeber erhält die für den vereinbarten Zweck erforderlichen Nutzungsrechte. Die Übertragung der Nutzungsrechte erfolgt erst mit vollständiger Bezahlung des vereinbarten Honorars.
6.3 Nicht ausdrücklich übertragene Rechte verbleiben beim Auftragnehmer. Eine Weitergabe an Dritte oder eine Bearbeitung der Werke bedarf der Zustimmung, soweit nicht anders vereinbart.
6.4 Für integrierte Fremdleistungen (z. B. Stock-Fotos, Schriftlizenzen, Plugins, Frameworks) gelten die Lizenzbedingungen der jeweiligen Anbieter, die der Auftraggeber einzuhalten hat.
6.5 Der Auftragnehmer ist berechtigt, erstellte Arbeiten zu Referenz- und Eigenwerbezwecken zu nennen und darzustellen (inkl. eines dezenten Verweises im Footer der Website), sofern der Auftraggeber dem nicht schriftlich widerspricht.
7.1 Der Auftragnehmer erbringt ausschließlich die technische und gestalterische Umsetzung. Für die inhaltliche und rechtliche Richtigkeit und Vollständigkeit von Impressum, Datenschutzerklärung, Cookie-/Consent-Hinweisen und sonstigen Pflichtangaben ist ausschließlich der Auftraggeber verantwortlich.
7.2 Der Auftragnehmer schuldet keine Rechtsberatung und übernimmt keine Gewähr für die Einhaltung von ECG, DSGVO, DSG, TKG, Cookie-Vorgaben oder sonstiger rechtlicher Bestimmungen.
7.3 Soweit der Auftragnehmer Texte oder Konfigurationen (z. B. Cookie-Banner, Rechtstexte) nach Vorgabe des Auftraggebers einbindet, erfolgt dies ohne Prüfung der rechtlichen Zulässigkeit. Dem Auftraggeber wird empfohlen, sämtliche Rechtstexte eigenständig rechtlich prüfen zu lassen.
7.4 Der Auftraggeber stellt den Auftragnehmer von Ansprüchen frei, die aus fehlenden oder fehlerhaften Rechtstexten oder aus der Verletzung datenschutz-, wettbewerbs- oder medienrechtlicher Vorschriften resultieren.
8.1 Soweit SEO-Leistungen vereinbart sind, erbringt der Auftragnehmer diese nach anerkannten, aktuellen Standards („best practices").
8.2 Der Auftragnehmer schuldet ein sorgfältiges Bemühen, jedoch keinen bestimmten Erfolg. Ein Anspruch auf bestimmte Platzierungen (Rankings), Sichtbarkeit, Besucher- oder Zugriffszahlen, Reichweiten oder Conversions besteht nicht.
8.3 Rankings und Sichtbarkeit hängen von Faktoren außerhalb des Einflussbereichs des Auftragnehmers ab, insbesondere von den Algorithmen und Richtlinien der Suchmaschinen und deren Änderungen, vom Wettbewerb sowie vom Nutzerverhalten. Eine Garantie oder Gewährleistung hierfür ist ausgeschlossen.
9.1 Leistungen Dritter (z. B. Hosting, Domainregistrierung, Server, CDN, Plugins, Schnittstellen/APIs, Zahlungs- und Analysedienste) sind nicht Leistung des Auftragnehmers, sofern nicht ausdrücklich vereinbart.
9.2 Für Verfügbarkeit, Funktion, Sicherheit, Preisänderungen oder Ausfälle von Drittanbietern übernimmt der Auftragnehmer keine Haftung. Es gelten deren jeweilige Geschäftsbedingungen.
10.1 Termine sind nur verbindlich, wenn sie ausdrücklich schriftlich als verbindlich vereinbart wurden; andernfalls handelt es sich um unverbindliche Richtwerte.
10.2 Fristen verlängern sich angemessen bei verzögerter Mitwirkung des Auftraggebers oder bei Umständen, die der Auftragnehmer nicht zu vertreten hat.
11.1 Der Auftraggeber prüft die Leistung nach Bereitstellung und erklärt die Abnahme.
11.2 Die Leistung gilt als abgenommen, wenn der Auftraggeber nicht innerhalb von 7 Tagen ab Bereitstellung wesentliche Mängel schriftlich rügt oder wenn er die Leistung in Betrieb nimmt.
11.3 Unwesentliche Mängel berechtigen nicht zur Verweigerung der Abnahme.
12.1 Im Angebot sind zwei Korrektur-/Feedbackschleifen enthalten, sofern nicht anders vereinbart.
12.2 Darüber hinausgehende Änderungs- oder Erweiterungswünsche sowie nachträgliche Konzeptänderungen werden nach Aufwand gesondert verrechnet. Der Stundensatz beträgt – sofern im Angebot nicht anders vereinbart – EUR 80,– zzgl. USt und gilt für sämtliche nach Aufwand abgerechneten Leistungen (z. B. Zusatzleistungen gemäß diesem Punkt sowie Support ohne bestehenden Wartungsvertrag).
13.1 Es gelten die im Angebot genannten Preise zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
13.2 Sofern nicht anders vereinbart, ist eine Anzahlung von 50 % bei Auftragserteilung fällig; der Restbetrag mit Fertigstellung bzw. Abnahme.
13.3 Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen ab Rechnungsdatum ohne Abzug zahlbar.
13.4 Bei Zahlungsverzug gelten Verzugszinsen gemäß § 456 UGB. Der Auftragnehmer ist berechtigt, Leistungen bis zum vollständigen Zahlungseingang zurückzuhalten und bereits veröffentlichte Werke offline zu nehmen.
13.5 Wiederkehrende Leistungen (z. B. Wartung) werden jährlich im Voraus verrechnet.
14.1 Kosten für Fremdleistungen (Domains, Hosting, Stock-Material, Schrift- und Plugin-Lizenzen etc.) trägt der Auftraggeber. Sie sind entweder direkt vom Auftraggeber zu tragen oder werden gesondert weiterverrechnet.
15.1 Laufende Wartung, Updates, Backups, Monitoring und Sicherheitsmaßnahmen sind nur geschuldet, wenn ein gesonderter Wartungsvertrag besteht.
15.2 Ohne Wartungsvereinbarung geht mit Übergabe bzw. Abnahme die Verantwortung für Betrieb, Aktualisierung und Sicherheit der Website auf den Auftraggeber über.
16.1 Der Auftragnehmer gewährleistet die vertragsgemäße Erbringung der Leistung. Bei Mängeln steht dem Auftragnehmer zunächst das Recht auf Verbesserung (Nachbesserung) innerhalb angemessener Frist zu.
16.2 Die Gewährleistung bezieht sich auf die vereinbarte Funktionalität in den vereinbarten, zum Zeitpunkt der Abnahme aktuellen Browsern und Endgeräten. Ein völlig fehler- oder unterbrechungsfreier Betrieb wird nicht geschuldet.
16.3 Mängel, die auf nachträglichen Änderungen des Auftraggebers oder Dritter, auf Fremdsoftware, Plugins oder Updates Dritter oder auf unsachgemäßer Nutzung beruhen, sind von der Gewährleistung ausgenommen.
16.4 Die Gewährleistungsfrist beträgt sechs Monate ab Abnahme; die Beweislastumkehr des § 924 ABGB wird für den unternehmerischen Verkehr abbedungen.
17.1 Der Auftragnehmer haftet nur für Schäden, die er vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht hat. Die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.
17.2 Die Haftung für entgangenen Gewinn, Datenverlust, mittelbare Schäden und Folgeschäden ist ausgeschlossen.
17.3 Die Haftung ist der Höhe nach auf den Auftragswert des jeweiligen Auftrags begrenzt.
17.4 Für Inhalte, Leistungen und Ausfälle Dritter sowie für vom Auftraggeber bereitgestellte Inhalte haftet der Auftragnehmer nicht.
17.5 Die vorstehenden Einschränkungen gelten nicht für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.
18.1 Beide Parteien beachten die geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen (DSGVO, DSG).
18.2 Verarbeitet der Auftragnehmer im Rahmen der Leistung (z. B. Wartung, Hosting-Zugriff) personenbezogene Daten im Auftrag des Auftraggebers, wird hierzu ein gesonderter Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO geschlossen.
19.1 Die Parteien behandeln vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich und nutzen sie nur zur Vertragserfüllung. Diese Verpflichtung gilt über das Vertragsende hinaus.
20.1 Verträge über einmalige Projektleistungen enden mit vollständiger Leistungserbringung und Bezahlung.
20.2 Kündigt der Auftraggeber vorzeitig oder storniert er den Auftrag, sind die bis zur Beendigung erbrachten Leistungen nach den geleisteten Honorarstunden sowie bereits angefallene Fremdkosten zu vergüten, mindestens jedoch 50 % des vereinbarten Angebotspreises (jeweils zzgl. USt).
20.3 Dauerschuldverhältnisse (z. B. Wartungsverträge) können von beiden Seiten mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende gekündigt werden. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
21.1 Ereignisse höherer Gewalt (z. B. Naturereignisse, Streik, Ausfall von Kommunikationsnetzen, behördliche Maßnahmen, Pandemien) befreien die Parteien für ihre Dauer von der Leistungspflicht; vereinbarte Fristen verlängern sich entsprechend.
22.1 Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen der Schriftform.
22.2 Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine zulässige Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt (salvatorische Klausel).
22.3 Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts sowie der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts.
22.4 Als Gerichtsstand wird – soweit gesetzlich zulässig – das für Reutte sachlich zuständige Gericht vereinbart.
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